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Geschichte - HJ und BDM

Hitlerjugend (HJ)

Die Geschichte der HJ begann 1922 mit der Gr├╝ndung des "Jugendbundes der NSDAP", die bis 1932 organisatorisch der SA unterstellt war.

Um die Jugendlichen zur Mitgliedschaft in der Hitlerjugend zu begeistern, lief eine gewaltige Werbekampagne an. Wer der HJ nicht beitrat, z├Ąhlte als Au├čenseiter. Beamte wurden verpflichtet, ihre Kinder in die HJ zu schicken.

Das seit dem 1. Dezember 1936 g├╝ltige "Gesetz ├╝ber die Hitlerjugend", das auch die Mitgliedschaft regelte, wurde ab 25.M├Ąrz 1939 mit der eingef├╝hrten "Jugenddienstpflicht" nicht mehr freiwillig. Nun konnte die Mitgliedschaft auch gegen den Willen der Eltern polizeilich erzwungen werden. Ab diesem Zeitpunkt war bereits der Gro├čteil aller Jungen und M├Ądchen in der HJ erfasst.

Aufgabe der HJ war, Kinder bzw. Jugendliche im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie zu erziehen und zu beeinflussen. Ihr Alltag war milit├Ąrisch organisiert.

Die Angeh├Ârigen des Jungvolks und der HJ wurden auch zum Dienst f├╝r das "Winterhilfswerk" (WHW) herangezogen.
F├╝r die Jugendlichen gab es au├čerdem noch den freiwilligen Reichsarbeitsdienst (RAD), der ab 1935 f├╝r alle m├Ąnnlichen und ab 1939 f├╝r alle weiblichen Jugendlichen zur Pflicht wurde.




Diese Dienstpflicht betraf vor allem den Einsatz bei Bauarbeiten von Stra├čen, Kan├Ąlen und Befestigungen (z.B. Westwall).
Ab 1943 verpflichtete man die HJ auch zum Kriegsdienst, speziell als Luftwaffen- und Marinehelfer.

In die "REIMAHG" kam die HJ ab Herbst 1944 als "letztes Aufgebot zum totalen Kriegseinsatz". Anfangs wurden mehrere Hundertschaften aus der benachbarten sp├Ąter auch aus weit entfernten Regionen eingesetzt.

Die Jugendlichen waren in den Lagern im Zwabitz- und Schindlertal untergebracht.

Die schwere k├Ârperliche Arbeit waren die meisten Jugendlichen nicht gew├Âhnt.

Der Typhus, der in den "REIMAHG" Lagern ausgebrochen war, traf auch die HJ, der f├╝r einige von ihnen den Tod bedeutete.

Bund Deutscher M├Ądchen (BDM)

Der BDM wurde 1930 durch Zusammenschluss verschiedener unorganisierter M├Ądchengruppen gegr├╝ndet und 1931 in die HJ eingegliedert.

Im BDM, dem nicht der "Jungm├Ądelbund" mit den 10 bis 13-j├Ąhrigen M├Ądchen zuzurechnen ist, waren M├Ądchen im Alter von 14 bis 18 Jahren organisiert, die in der HJ eine eigene Abteilung bildeten.

Die letzten Jahre des BDM waren durch den Zweiten Weltkrieg gepr├Ągt, an dem sich die weibliche Jugend als Lazarett-, Luftschutz- und Landhelfer sowie auf vielf├Ąltige andere Weise - nicht aber mit der Waffe - beteiligte.

In der "REIMAHG" waren sie zu Hausarbeiten in den Lagern der Hitlerjugend eingesetzt.