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Geschichte - Nationale Volksarmee

Die Gr√ľndung der NVA am 1. M√§rz 1956, zeitlich nach der Bundeswehr, war der Schlusspunkt einer Entwicklung, die 1952 mit der Proklamation der "Nationalen Streitkr√§fte" begonnen hatte und in deren Verlauf vor allem die Kasernierte Volkspolizei (KVP) sowie die Grundstrukturen einer Milit√§rorganisation aufgebaut worden waren. Dieser Aufbau vollzog sich im Rahmen des Warschauer Vertrages und unter Anleitung der Sowjetunion. Bis 1962 war die NVA eine Freiwilligenarmee. Nach Einf√ľhrung der Wehrpflicht lag die Personalst√§rke der NVA bei ca. 170.000 Soldaten.

Mehrere Male befand sich die NVA √ľber einen jeweils l√§ngeren Zeitraum im Zustand der erh√∂hten Gefechtsbereitschaft, so 1961 w√§hrend und nach dem Bau der Mauer, 1962 w√§hrend der Kubakrise, 1968 beim Einmarsch sowjetischer Truppen in die CSSR und letztmalig im Herbst 1989.

1990 wurde die NVA aufgel√∂st und Standorte, Einrichtungen und Ausr√ľstung an die Bundeswehr √ľbergeben. Die meisten der vorhandenen Standorte wurden geschlossen und die Ausr√ľstung zum Teil an andere Staaten verkauft ( Sch√ľtzenpanzerwagen an die T√ľrkei, Marineeinheiten an Indonesien).

In Grosseutersdorf und Rothenstein befand sich das Komplexlager 22 der NVA.

Dort wurden vor allem Waffen und Munition gelagert. Nach der Wende sind beide unterirdische Objekte an das Bundesverm√∂gensamt √ľbergeben worden und stehen seitdem leer.