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Geschichte - Rückführung der Zwangsarbeiter

Am Ende des Zweiten Weltkrieges sind in Europa Millionen von Menschen unterwegs.

In die große Schar der Kriegsgefangenen, Ausgebombten, Vertriebenen und KZ-Häftlinge reihen sich die viele Zwangsarbeiter ein.

Eine der größten Sorgen der Alliierten war, diese Menschenmasse zu registrieren und so schnell wie möglich zurück in deren Heimat zu überführen. Bei den Alliierten wurden diese Personen als "Displaced Persons oder auch DP" bezeichnet.

Für die Registrierung, Verwaltung und Rückführung war ein Höchstmaß an logistischen Mitteln notwendig. Da auch der Bahnverkehr zu Kriegsende durch Bombardierungen und Gefechte fast gänzlich zusammengebrochen war.


Viele der Zwangsarbeiter waren gesundheitlich in einem schlechten Zustand. Notgedrungen mussten verschiedene Krankenhäuser weiter geführt, bzw. neu errichtet werden.

Um der Gefahr von Seuchen vorzubeugen, wurden alle Lagerinsassen unter Einsatz von DDT entlaust.

Die Westlichen "Displaced Persons" kamen als erste nach Hause. Damit standen viele von ihnen vor einem neuen Problem. Sie mussten "beweisen", dass sie als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, was durchaus nicht einfach war.

Die Menschen, die in Richtung Osten geschickt wurden, hatten ein noch größeres Problem: Stalin stempelte diese Personen als "Verräter" ab. Viele von ihnen wurden vom NKWD (dem Sowjetischen Geheimdienst) in die weit im Osten liegenden Gulags eingesperrt und kamen erst nach Jahren wieder frei.