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Geschichte - Zwangsarbeiter

Mit seiner Ernennung zum Generalbevollm√§chtigten f√ľr den Arbeitseinsatz, im M√§rz 1942, verf√ľgt Sauckel √ľber die Mittel um in ganz Europa Zwangsarbeiter nach Deutschland zu deportieren.

Der Thematik der Zwangsarbeit ist auch nach 60 Jahren immer noch nicht vollst√§ndig aufgekl√§rt. Viele Orte oder Lager wo einst Zwangsarbeit verrichtet wurde, sind bisher unaufgedeckt. Die Geschichte der Zwangsarbeiter zerstreut sich √ľber ein sehr breites Spektrum, das mit dem Moment der Deportation anf√§ngt √ľber den Arbeitseinsatz, bzw. Zwangsarbeit bis zur Befreiung und R√ľckkehr reicht.

Von den vielen "Freiwilligen", wie im Deutschen Reich propagiert wurde, sind laut Aussage Sauckels, w√§hrend des N√ľrnberger Prozesses, nur 200.000 tats√§chlich freiwillig gekommen.

Insgesamt gab es √ľber 7.000.000 Zwangsarbeiter im Dritten Reich.

Im R√ľstungswerk "REIMAHG" kommen April 1944 die ersten Zwangsarbeiter, Italiener, an. Da die einstigen Verb√ľndeten nun als billige Arbeitskr√§fte gesehen werden, wird es f√ľr die Italiener besonders schwer zu √ľberleben.
In den vielen Lagern der "REIMAHG" wurden auch bei den Zwangsarbeitern Unterschiede gemacht, vor allem zwischen Ost- und Westarbeitern.
So werden aus Osteuropa auch Kinder zur Zwangsarbeit verschleppt, während die Arbeiter aus Westeuropa meistens den Jahrgängen ab 1920 angehören.

Ein großer Unterschied wurde zwischen den eingesetzten Zwangsarbeitern, die beim Bau der Anlage und denjenigen, die in der Produktion tätig waren, gemacht.

Die Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter verschlechtern sich zusehens. Der besonders strenge Winter 1944/1945 hatte zur Folge, dass ab Januar 1945 die Zahl der Toten sprunghaft anstieg.

Zu den vielen Zwangsarbeiter kamen noch Kriegsgefangene und deutsche Zivilarbeiter. Auch freiwillige Fremdarbeiter aus Europa gehörten dazu. Sie waren im Lager 4, im Leubengrund oder in Privatquartieren in Kahla untergebracht.