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Geschichte - germanische Kultstätte

Umfangreiche Fundst√ľcke bezeugen Siedlungsanf√§nge im mittleren Saaletal, die bis ins Mittelpal√§olithikum zur√ľck reichen. ( 300 000 - 35000 v.u.Z.)

Der germanische Stamm der Hermunduren (Ersterw√§hnung um 400), aus dem sich sp√§ter der Stammesverband der "Th√ľringer" bildete, hatte sein haupts√§chliches Siedlungsgebiet im Mittelelb-Saale-Raum. Man geht davon aus, dass er auch in der fruchtbaren Gro√üeutersdorfer Flur siedelte und die Kultst√§tte auf dem "Walpersberg" errichtete.

Wahrscheinlich dem germanischen Gott "Odin" geweiht, deutet "Oudenesdorf" bzw. "Oudenestorf" auf "Dorf des Odin" oder "Odins Dorf" hin.
Der gr√∂√üte Teil der in der Gro√üeutersdorfer Flur gefundenen Objekte sind haupts√§chlich der Lausitzer Kultur (15.-7.Jh.) zu zuordnen. Die Bodenfunde aus Keramik und Bronze belegen eine der fr√ľhesten Bestattungsformen. Auff√§llig ist hier die Vorliebe f√ľr Tassen und Becher.

Die Umgebung bot das Steinmaterial, was vor allem f√ľr die Anlage von Friedh√∂fen gesch√§tzt wurde, den Buntsandstein. (Dr. K.Peschel, Universit√§t Jena)